EU-Umfrage
Verbreitung
Probleme
Bekämpfung










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Systematik:
Familie: Balsaminaceae
(Springkrautgewächse)
Blüte:
weiß – rosa – violett,
kontinuierlich endständig
Juni – Oktober / November
(Frostbeginn)
Wuchshöhe:
50 – 250 cm
Standort:
Keine besonderen Ansprüche an den Standort
Herkunft:
Das Indische Springkraut wurde Anfang des 19. Jahrhunderts als attraktive
Zierpflanze aus dem Himalaya-Gebiet (Indien) eingeführt. Der „Sprung
über den Gartenzaun“ geschah durch Samenflug oder Ausschwemmen der
Samen mit Wasserläufen aus Gärten und Parkanlagen, durch die Entsorgung
von Gartenabfällen in der freien Landschaft und durch direkte Aussaat als
vermeintlich gute Herbsttracht durch Imker.
Verbreitung:
Die Verbreitung erfolgt über Samen, die bis zu 7 m aus der Frucht
herausgeschleudert werden und schwimmfähig sind, so dass sie über Fließgewässer
weit verbreitet werden können.
Jede
Pflanze produziert bis zu 2.000 Samen. Die Pflanze selbst ist nur einjährig,
die Samen bleiben jedoch über 4 - 5 Jahre hinweg keimfähig.
Werden
Pflanzen entlang von Fließgewässern durch Hochwasser zu Boden gedrückt,
kann sich jeder Knoten bewurzeln und 4 bis 5 neue aufrechte blühfähige
Triebe austreiben.
Das
Indische Springkraut stellt keine besonderen Ansprüche an den Standort.
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Probleme
/ Gefahr:
Das Indische Springkraut bildet wegen seiner hohen Samenproduktion schnell
große, flächendeckende Bestände, in denen keine heimischen
Pflanzenarten aufwachsen können. Da der nur faustgroße Wurzelballen
nicht in der Lage ist, das Erdreich zu halten und zu festigen, besteht
insbesondere an Gewässerufern Gefahr durch Instabilität der Böschungen
und Erosion.
Durch
das flächendeckende Auftreten verdrängt das Indische Springkraut die
standortgerechte Vegetation, die eine natürliche Ufersicherung darstellt
und Lebensraum für viele einheimische Tiere bietet. Es wird nur von
wenigen unspezialisierten Insekten, darunter die Honigbiene und große
Hummelarten, besucht. Allerdings sind Qualität und Menge von Pollen und
Nektar nicht ausreichend, um Ertrag oder vollwertiges Futter (insbesondere
als Herbsttracht) zu liefern.
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Bekämpfung:
Da es sich um eine einjährige Pflanze handelt, reicht es aus,
Samenproduktion und Samenverbreitung zu verhindern.
Dazu
können die Pflanzen vor der Samenreife herausgerissen werden, was bei
feuchtem Boden relativ leicht geht. Die Pflanzen müssen abgeräumt
werden, da sie sonst unter feuchten Verhältnissen an jedem Stengelknoten
neue Wurzeln bilden und wieder anwachsen können.
Bei
größeren Beständen in der Ebene kann kurz vor der Blüte, aber auf
jeden Fall vor der Samenreife gemäht werden. Befahrbare Flächen können
außerdem gemulcht werden: die zerkleinerten Pflanzen müssen nicht
abtransportiert werden.
Bei
Uferböschungen ist die Maßnahme auf die jeweiligen örtlichen Verhältnisse
abzustimmen. Auf jeden Fall sollte vermieden werden, die gemähten oder
gemulchten Pflanzen im Böschungsbereich liegenzulassen wegen der Gefahr
der Eutrophierung (Überdüngung) des Gewässers.
Wichtig
ist, dass die Maßnahmen möglichst spät, d.h. kurz vor der Blüte
durchgeführt werden. Durch die Größe der Pflanzen werden die meisten
dabei erfasst.
Die
Bekämpfung muß in den folgenden nächsten Jahren wiederholt werden, da
die im Boden reichlich vorhandenen Samen mehrere Jahre überdauern können.
Empfehlenswert
ist die anschließende Aussaat von standortgerechten Pflanzen wie z.B.
Mädesüß,
Blutweiderich oder Gilbweiderich: sie bieten neben der Ufersicherung eine
gute Herbsttracht für Bienen und viele andere heimische Insekten
(insbesondere Wildbienen und Wildhummeln).
Da
die Verbreitung der Springkraut-Samen mit dem Wasser über weite
Entfernungen erfolgen kann, ist eine Bekämpfung der Ausbreitungsherde an
den Oberläufen unbedingt notwendig.
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Blütenstand
gut zu erkennen sind auch
die Stengelknoten, die bei Bodenkontakt neue Wurzeln und Triebe ausbilden

Keimlingsherd im April
die großen Keimblätter in
der dichten Herde lassen kein Licht an den Boden gelangen, so daß andere
Pflanzen nicht aufwachsen können.

Fruchtstand im September
Bei Berührung werden die
reifen Samen bis zu 7 m aus der Samenkapsel herausgeschleudert. Eine
Bekämpfung ist dann nicht mehr sinnvoll !

ebenfalls neophytisch,
dabei aber integriert und unauffällig:
das kleinblütige Springkraut,
Impatiens parviflora
Immerhin hat es vielerorts die einheimische Art verdrängt
 
stark gefährdet: das einheimische, großblütige
Springkraut,
Impatiens noli-tangere

Beginn der Invasion einer Herde des einheimischen großblütigen
Springkrauts durch das
neophytische Indische Springkraut
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